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TOURENBERICHTE ARCHIV 2009

Canyoning durch die Krottenbachklamm

INFORMATIONEN ZUR BEGEHUNG DER KROTTENBACHKLAMM

Begangen am 02.Juli 2009. Die Klamm liegt südlich des Sylvensteinstausee im Karwendelgebirge. Die Klamm ist nicht ausgeschildert oder markiert und kann nur weglos erreicht werden. Der Einstieg ist nicht ganz gefahrlos. Die Klamm ist ca. 3 km lang und bis 100 m tief in den Hauptdolomit eingeschnitten sowie sehr stark steinschlaggefährdet! Es empfiehlt sich, die Klamm nur mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung zu begehen. Für Kinder unter keinen Umständen zu empfehlen!!!

                                                                                                                     Gisela und Rainer 

Peru Cordillera Blanca 2009

Unter Mitwirkung und Hilfe von Henry, der seine guten Beziehungen durch mehrere Besuche in Peru einbrachte, starteten wir ( Uwe, Jens, Thomas und Jörn) am 6. September gen Peru.

In Lima wurden wir von Richard, unserem Reiseführer für die nächsten 2 ½ Wochen empfangen. Bei einen Stadtbummel verbrachten wir die Zeit bis zur Abfahrt mit dem Bus nach Huaraz.

 

Huaraz die größte Stadt der Region liegt auf 3090m ist der Ausgangspunkt unserer Trekkingtour. Für die nächsten Tage stand nun Akklimatisation auf dem Programm.

Dies bewältigten wir durch Ausflüge zur Punta Ventana, nach Chavin de Huantar, zur Laguna Churup und zur Laguna Paron. Nach einer Woche hatten wir uns an die Höhen über 4000m gewöhnt und unsere Tour konnte beginnen.

Mit dem Auto fuhren wir nach Casapampa. Dort wurden die Esel und Pferde mit den notwendigen Dingen für die nächsten 10 Tage beladen und es konnte losgehen.

Bei Top Wetter (ca. 30 Grad) legten wir den ersten Tag bis Llamacorral zurück und bauten unser Camp auf. Nach Sonnenuntergang wurde es dann binnen einer halben Stunde empfindlich kalt (ca. 6 Grad).

Jetzt hieß es täglich mindestens eine Passüberquerung zu bewältigen.

 

15. September

Heute ging unser Weg nach Taullipampa. Auf halber Strecke machten wir einen Abstecher zur Laguna Arhuaycocha und hatten dort tolle Ausblicke auf die umliegenden Berge (Alpamayo,Quitaraju, Artesonraju ,Piramide)

16. bis 23. September

An den nächsten Tagen war das Wetter nicht mehr ganz so toll (oft bewölkt) aber es blieb trocken. In Quisuar hatten wir noch genügend Zeit und gingen in das 45 min entfernte Dorf und wurden dort vom Schulleiter auf ein Bier in sein Direktorenzimmer eingeladen. In Putaja lag unser Camp in einem riesigen Talkessel mit Blick zum Gletscher. Zwei entlegene Bauernhöfe (weitab anderer Dörfer) sahen wir in Huillca in denen Familien in für uns erbärmlichen Verhältnissen lebten. Auch Lamas und Kondore bekamen wir zu sehen.

Auf dem Weg nach Jancarurish wurde das Wetter wieder schön so das wir am Abend und am darauffolgenden Morgen eine tolle Aussicht auf die N-Seite des Alpamayo hatten. Unseren schönsten Lagerplatz hatten wir nach dem Pass Vientunan mit herrlichen Ausblicken und einem tollen Sonnenuntergang . Nach unserer letzten Passüberquerung blieb uns leider der Blick auf  die Santa Cruz Gruppe dank Nebel verwehrt. Nun ging es nur noch abwärts ins Dorf Hualcallan und unsere Trekkingtour ging mit vielen schönen Eindrücken zu Ende.

 

In Huaraz verlebten wir noch zwei Tage mit ausruhen und Souvenirs einkaufen. Jetzt fuhren wir wieder mit dem Bus wieder nach Lima und flogen nach Hause.

                                                                                          Jörn Krämer

Urlaub auf Mallorca im Oktober 2009

Herbsttour 2009 ins Karwendel

 

Donnerstag der 01.Oktober: Sauwetter! Es besteht immer noch keine Klarheit über das Wettergeschehen der nächsten Tage. Die Meteorologen rühren und lesen auch nur im Kaffeesatz. Nach Rücksprache mit Gisela und Wolfgang rufe ich kurzfristig in Krün (Bayrische Alpen) an und buche auf Teufel komm raus für den nächsten Tag unsere Unterkünfte. Wir sind alle drei der Meinung, daß Urlaub zuhause vertaner Urlaub ist und sich aus allem etwas machen läßt. Um es vornweg zu nehmen; die kommenden Tage bescherten uns ein absolut traumhaftes, schon fast hochsommerliches Herbstwetter, ohne einen Tropfen Regen.

Freitag, 02. Oktober: Wir zwei fahren gegen Mittag los und stellen erfreut fest, daß mit jedem Kilometer gen Süden, das Wetter freundlicher wird. Wolfgang kommt aufgrund seiner dämlichen Arbeitszeit erst am Samstag nach. Ankommen, auspacken und dann ins Wirtshaus, um die Hungerfalten aus dem Bauch zu bekommen. Abends dann noch Routenplanung für den nächsten Tag. Wir vertrauen ausnahmsweise mal den Wetterfröschen und entscheiden uns für den Heinrich-Noe-Weg im Karwendelgebirge.

Samstag, 03. Oktober: In Krün Londonnebel. Skepsis! 3 Kilometer weiter vor Mittenwald knallt urplötzlich der Planet durch. Jubel! Auffahrt mit der vollen Bahn zur Westlichen Karwendelspitze. Oben Frost, dicker Rauhreif und leichtes Schneegebrösel. Trotzdem weitestgehend blauer Himmel und super Fernsicht bei einer traumhaften Inversionswetterlage.

Nach satt sehen und fotografieren Helm auf und los geht’s. Der Heinrich-Noe-Weg ist ein traumhafter und sehr aussichtsreicher Steig mit leichtem Klettersteigcharakter. Er ist teilweise versichert, aber für gute Berggeher kein Problem. Kinder sind ans kurze Seil zu nehmen und es empfiehlt sich auf jeden Fall, einen Steinschlaghelm zu tragen!Wir sind auf der ganzen Tour alleine. Weder vor uns noch hinter uns ein Mensch. Nur über uns auf dem Mittenwalder Klettersteig geht es zu wie auf einer Ameisenstraße. Hunderte hängen sich gegenseitig am Hintern. Ärgern uns überhaupt nicht, da wir den Klettersteig schon öfters begangen haben. Wir genießen echte Bergeinsamkeit! Ein optimaler Tag und Urlaubseinstieg. Abends mit Wolfgang dann noch in die Kneipe. Auch nicht zu verachten. Wer geht schon nicht gern ins Wirtshaus. Für den nächsten Tag haben wir uns den Gamskogel im Ötztal vorgenommen.

Sonntag, 04. Oktober: Der Gamskogel (2813m) ist eine Aussichtsloge par excellance hoch über dem Ötztal. Gestartet wird vom Parkplatz am Ortsausgang von Gries. Der Aufstieg ist von der Anstrengung her relativ moderat und es wird nie langweilig. Unterwegs ist unbedingt eine Einkehr in der idyllischen Nisslalm einzuplanen (egal ob im Auf- oder Abstieg). Die beste Lösung ist sowieso alle beide mal! Es sind einige versicherte Stellen zu überwinden, welche aber für versierte Leute kein größeres Hindernis darstellen. Kinder bitte sichern. Die Gipfelschau ist in alle Himmelsrichtungen beeindruckend. Abstieg wie Aufstieg. Variante: Auf dürftigen Steig Direktabstieg zum Burgstein (2.Kfz nötig). Aber nicht so schön. Abendbrot bei milder Witterung heute auf dem Balkon, mit anschließender Grünbitterverkostung. Plan für morgen ausgeheckt; Unschwierige aber lange und anstrengende Wanderung im Inneren des Karwendel.

Montag, 05. Oktober: Bei schönstem Wetter geht es vom Rißtal aus, schon bald schweißtreibend, das schöne Johannestal hinauf in den kleinen Ahornboden. Die Laubfärbung ist zwar noch nicht ganz so optimal wie erhofft, aber immerhin schön genug, um etwas länger zu verweilen und zu fotografieren. Im Hintergrund dekorativ die Birkkarspitze, der höchste Berg des Karwendel. Sie läßt sich in einer 2-Tagestour und in mehreren Varianten gut (nur a bisserl anstrengend) besteigen. Etwas anstrengender geht’s weiter hoch zur Falkenhütte. Massenandrang. Also tapfer angestellt und dann eins mit Genuß gezischt. Man kann sich an der Umgebung einfach nicht satt sehen. Unmittelbar vor uns türmen sich senkrecht und fast beängstigend die berühmten Lalidererwände auf. Im freien Fall würde man nach ca. 800 Metern aufklatschen. Der Abstieg durch das Laliderertal ist zwar ewig lang, aber auch traumhaft schön. Immer vis-a-vis der Falkengruppe. Gottseidank steht im Rißtal die zweite Rostlaube. Ansonsten wäre noch ein Tal- und Asphalthatscher von ca. 5 km fällig. Knie langsam nach hinten durchgedrückt. Aber unser „Drecketer“ für äußere und innere Anwendungen wartet schon.

Dienstag, 06. Oktober: (Un-)ruhetag! Fahren ab Mittenwald mit der, sonst eher ungeliebten Bahn, nach Innsbruck. Wetter wieder sommerlich. Die Strecke führt über Brücken, durch Galerien und Tunnel, unter anderem durch die bei Kletterern und Klettersteiglern bekannte Martinswand. Es ist einfach traumhaft schön und man kann auch mal ohne Auto genießen. Hin- und Rückfahrt ca. 14 €. Bummel durch`s sehens- und liebenswerte Innsbruck (sind oft dort). Gastronomie zugegeben etwas preisintensiv, aber Normaleinkäufe relativ preiswert. Endlich in Deutschland schmerzlich vermisste Kletterhosen bekommen! Mit vom fotografieren eckigen Augen und etwas pflastermüde, aber zufrieden, geht’s mit dem Zug wieder nach Old-Germany.

Mittwoch, 07. Oktober: Heute bei hochsommerlichen Temparaturen ist das Hochjoch und der Schelleskopf, hoch über dem Plansee, in den Ammergauer Alpen angesagt. Der höchste Punkt liegt zwar nur bei 1823m, ist aber wie in den Ammergauern meist üblich, von ganz unten zu machen. Trotzdem bleibt der Aufstieg immer moderat und die ganze Runde ist außergewöhnlich aussichtsreich. Ausgangspunkt ist beim Hotel Seespitz. Es geht erst mal ca. 4km auf dem Panoramaweg oberhalb der Planseestraße, eben dahin. Nie langweilig. Beim Aufstieg dominiert der markante Säuling und die Sicht ins Lechtal, beim Abstieg der Tiefblick auf den Plansee und zum Thaneller. Aber auch tiefer in die Alpen kann man blicken und die Gipfel sind kaum zu zählen. Einziges Manko ist und bleibt, daß es unterwegs keine Einkehr gibt. Aber unsere Gisela ist und bleibt halt doch die Beste. Wir werden platt und platter, als sie für uns zwei durstgeplagten Männer je eine Flasche echtes böhmisches Bier aus dem Rucksack zaubert. Die Rührung ist grenzenlos. Für diese wirklich sehr schöne Tour wäre noch zu sagen, daß man doch einiges an Orientierungssinn haben sollte, um sich nicht hoffnungslos zu vergaloppieren. Deshalb auch Einsamkeit garantiert.

Donnerstag, 08. Oktober: Letzter Tag - Letzte Tour. Haben uns den Verbindungsgrat vom Herzogstand zum Heimgarten rausgesucht. Auffahrt mit der Herzogstandbahn vom Walchensee aus. Es ist wieder bullig warm, nur die Weitsicht ist heute etwas eingetrübt. Aber nicht vom genossenen Grünbitter und Bier, sondern es kündigt sich langsam ein gewaltiger Wetterumschwung an. Die Gebirgsschau ist heute wie ein Scherenschnitt zu bewundern. Hat auch was für sich und ist durchaus beeindruckend. Dazu kommen die zauberhaften Tiefblicke auf Walchen- und Kochelsee. Die herbstliche Laubfärbung trägt ihr übriges dazu bei. Der Weg über den Grat wurde ganz neu saniert und ist jetzt teilweise gut gesichert, obwohl die Sicherungen mehr für`s Nervenkostüm von nicht ganz sattelfesten Gehern gedacht ist. Der Abstieg vom Heimgarten ist streckenweise auch nicht ganz ohne. Also Kinder ans kurze Seil. Man schont damit seine gestressten Nerven. Wäre noch zu sagen, daß es nicht ganz so tragisch wäre, die meist sowieso Bäh-Verpflegung, zu vergessen. Auf dem Fahrenbergkopf

(Bergstation), sowie nochmal auf dem Heimgarten kann man wirklich „herzoglich“ einkehren. Abends zum würdigen Abschluß des Kurzurlaubs nochmal eingekehrt und dann das ungeliebte Einpacken zelebriert. Fazit aller Aktivitäten: Für (fast) jeden mit etwas Durchhaltevermögen machbar. Alle Touren handverlesen und traumhaft schön, so richtig zum Genießen (und nicht zum Stressen)!

Freitag, 09. Oktober: Heimfahrt. Und wie sollte es anders sein; Wir reisen ab und der Himmel weint!!!

Gisela, Rainer und Wolfgang