In diesem Jahr sind wir über das Wochenende zur Sonnensonnenwende im Spreewald. Durch meinen Spätdienst konnte ich erst 18 Uhr starten. Das erwies sich nicht als Nachteil. Die Autobahn war schön frei und so war ich trotz Hitze recht schnell auf dem „Camping am See“, unweit von Lübbenau. Erst einmal gemütlich ankommen und alle begrüßen. Mein kleines Zelt ist schnell aufgestellt und eingerichtet.
Unsere Boote haben wir wieder beim Bootsverleih Richter bestellt. Die Abwicklung ist freundlich und professionell. Conny und Silvio ließen ihren „Mulan“ zu Wasser, ein Pouch Faltboot als Zweisitzer.
Nach einer kurzen Eingewöhnung auf dem Südumfluter, schlängelten wir uns durch die kleinen Fliese. Uns umgab eine herrliche Natur, Ruhe und viel Schatten durch die großen Bäume. Die Wasser Oberfläche zeichnete magische Spiegelungen. Viele schöne Seerosen Blüten und zogen Insekten und Libellen an.
Unser heutiges Ziel ist der kleine Hafen in Leipe. Nicht überlaufen und mit einem Kiosk mit Annehmlichkeiten für das leibliche Wohl. Ein Sprung ins Hafenbecken sorgte nur kurzzeitig für Erfrischung.
Dank Silvios Kontrolle des Wetterradars waren wir auf das herannahende Gewitter vorbereitet. Sehen konnten wir die schwarzen Wolken noch nicht. Kurz und kräftig kam der Wind, ließ Äste brechen und Bäume umstürzen. Den anschließenden Regen saßen wir am Kiosk aus.
Auf der Rückfahrt versperrten uns viele Bäume den Weg, die nur mit Glück und Mühe mit unseren Booten überwunden werden konnten. Das sind die eigentlichen Gefahren eines Gewitters im Spreewald, weniger ein Blitzeinschlag!
Schön war es zwei Tage in der Natur zu verbringen und den einheimischen Mücken unser Blut anzubieten. Gerne bis zum nächsten Jahr.
(Text+ Fotos: J. Bartsch)